Stadtgeschichte
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Zur Stadtgeschichte einige Daten

Auf dem Pommerschen Höhenrücken, südlich der Stadt Köslin, liegt im wiesenreichen Gozeltal die kleine Stadt Bublitz, heute heißt die Stadt Bobolice.

1339

wurde Bublitz  urkundlich erstmals im „terra Bubulzik” (im Lande Bublitz) erwähnt. Über die Stadtplanung ist bekannt, daß an der Gozel eine Mühle erbaut werden sollte.Der Grundriß der Stadt war gitterförmig projektiert. Eine Stadtmauer hatte Bublitz nicht.
 

1340

erhielt die Stadt  die Lübecker Rechtsnormen (das Lübsche Recht), damit wurde Bublitz eine - deutschen Stadt -.
 

1362

- ca. 1560 wird die Stadt Bublitz Objekt von div. Streiterei, Pfändungen,Abtretung, Käufen und Verkäufen zwischen Landes- und Kirchenfürsten.
 

1561

Ist die Stadt durch vielfachen Besitzwechsel zu einem „armen Städtlein” geworden.
 

1577

Kauft Bischof Herzog Kasemir IX die Stadt.
 

1605,

1631 , 1639, 1736, 1800 In diesen Jahren verwüsten immer wieder Brände die Stadt.
 

1798

erhält der Apotheker Daniel Gottlieg eine Apothekerberechtigung
 

1826

brennt die Apotheke ab und wird an derselben Stelle wieder aufgebaut, damit dürfte es wohl eines der ältesten Häuser in Bublitz sein.
 

1808

wird auf Befehl eine französischen Feldmarschalls der später sogenannte. „Alter Friedhof” vor dem Klinktor außerhalb der Stadt  „in Gebrauch genommen”.
 

1818

Die Schule erhält drei Klassen - 1840 eine 4. Klassen.
 

1800

Nach dem 2. großen Brand in Bublitz wurde vermutlich das Rathaus auf dem Markplatz vor der Kirche erbaut.
 

1813

Einquartierung der Deutsch-Russischen Legion - die Kosten muß die Stadt tragen.
 

1838

wird der Neubau eines Schulhauses in der Nähe des Viehmarktes eingeweiht.
 

1872

wurde Bublitz Kreisstadt mit Sitz des Landrates des  Landkreises Bublitz. Gründung der Bublitzer Kreiszeitung.
 

1879

Errichtung eines Krankenhauses - 1912 und 1928 erfolgen Erweiterungen und Modernisierungen.
 

1880

erhält die Schule einen zusätzlichen Zweig „nach dem Lehrplan für Mittelschulen”.
 

1881

wird der dafür notwendige Bau eingeweiht.
 

1886

am 18.April wird die neue St.Johannis-Kirche am Mark eingeweiht
 

1887

am 2.September wird das Kriegerdenkmal vor der Kirche eingeweiht.
 

1908

mit der Gestaltung des Marktplatzes wird begonnen.
Enthüllung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals.
Stadtverwaltung und Stadtsparkasse zieht in das neue Rathaus (ehem.Kreishaus).
 

1909

Postgebäude fertiggestellt und der Öffentlichkeit übergeben.
 

1912

wird das alte Rathaus am Markt wegen Baufälligkeit abgerissen.
 

1916

erwirb die 1888 gegründete Kreissparkasse am Markplatz das Eckhaus Klindt, das ausgebaut und mit modernen banktechnischen Einrichtungen versehen wird.
 

1919

Einrichtung weiterer Klassen in der Volksschule und Ausbau einerMittelschule mit 6 Klassen.
 

1932

Auflösung des Landkreises Bublitz.
 

1933

wird der Magistrat der Stadt angwiesen, einige Straßen in Bublitz nach Nationalsozialisten umzubennen. Die Magistratmitglieder geben dem Druck nur insofern nach, nur Namen bereits toter Parteimitglieder auszuwählen.
 

1940

Auf dem jüdischen Synagogengelände wird das Kino „Capitol” errichtet.
 

1941

Die bisherige durchgehende Hausnummerierung wird in eine straßenweise mit Nr.1 Numiererung geändert.
 

1945

am 26. Februar um 14,00 Uhr eröffnen Panzer der sowjetischen Vorausabteilung das Feuer auf Bublitz, mehrere Einschläge darunter auch im Kirchturm.
 

Die Westseite des Marktes mit der St. Johannis Kirche

Die Westseite des Marktes mit der
St. Johannis Kirche

Der Marktplatz mit Blick auf die Kirche heute.

Der Marktplatz, mit Blick auf die Kirche, heute.

Eine große Rolle spielte die Landwirtschaft für die Wirtschaft der Stadt, hinzu kamen die Innungen. In Bublitz waren es besonders die Müller, Tischler, Schneider, Tuch- und Schuhmacher.

Im 18.Jahrhundert verfügt die Stadt Bublitz über sieben Mühlen und eine Ziegelei. Mit der Industriealisierung am Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden Sägewerke, kleine holzverarbeitende Betriebe, Maschinenfabriken und eine Brennerei. Eine Krise in der Wirtschaftslage gab es nach Auslösung des Landkreises Bublitz 1932. Erst eine Zeit danach blühten Handwerk und Handel wieder auf.

Viele Vereine wurden im Laufe der Zeit gegründet. So gab es u.a. den Heimat-, den Theater- den Gesangverein, die Musikvereinigung , den Stadtverschönerungsverein und an besonderer Stelle muß hier der Schützenverein genannt werden, der für viele große Feste sorgte. Alle Gruppen führten zu einem lebhaften gesellschaftliche Leben in der kleinen Stadt.

Entnommen: 650 Jahre Stadt Bublitz von Horst Wendt verfaßt anläßlich der 650 Jahrfeier Bublitzer Briefe 1990
 

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